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Barbara Klemm, China 1985

7.11 — 18.12.2026
Eröffnung: Freitag, 6.11., 18—20 Uhr, in Anwesenheit von Barbara Klemm

Barbara Klemms Fotografien aus China führen in einen besonderen Moment des Umbruchs. 1985 ist das Land noch stark von der Mao-Zeit geprägt, zugleich hat Deng Xiaopings Politik der „Reform und Öffnung“ bereits einen tiefgreifenden Wandel in Gang gesetzt.

Barbara Klemm richtet ihren Blick nicht auf die großen politischen Ereignisse, sondern auf die Menschen und ihren Alltag: auf Felder und Märkte, Fabriken und Wohnhäuser, auf Arbeit, Essen und die seltenen Momente der Ruhe. So entstehen eindringliche Bilder einer Gesellschaft zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Mehr als vierzig Jahre später zeigen ihre Fotografien ein China, das in dieser Form nicht mehr existiert – und bewahren zugleich den Augenblick, in dem seine heutige Wirklichkeit ihren Anfang nahm.

 Barbara Klemm gilt als eine der bedeutendsten Fotografinnen der deutschen Gegenwart. Sie wurde 1939 in Münster, Westfalen, geboren und wuchs in Karlsruhe auf. Seit 1959 war sie für die Frankfurter Allgemeine Zeitung tätig, seit 1970 als Redaktionsfotografin mit den Schwerpunkten Politik und Feuilleton. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Fotografie (1989), der Hugo-Erfurth-Preis der Stadt Leverkusen (1989), der Maria-Sibylla-Merian-Preis für bildende Künstlerinnen in Hessen (1998), der Hessische Kulturpreis (2000) und der Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt am Main (2009). Barbara Klemm war die erste Frau, die mit dem Leica Hall of Fame Award ausgezeichnet wurde (2012). Seit 1992 ist sie Mitglied der Akademie der Künste Berlin, 2010 wurde sie in den Orden „Pour le mérite“ gewählt. Barbara Klemm lebt in Frankfurt am Main.