John Berger / Jitka Hanzlová

„Fish Friends Flowers“
Resonanzen
20.1.–17.2.2018

„Fish, friends, flowers“ möge er am liebsten im Leben, sagte der große Schriftsteller, Künstler und Kunstkritiker John Berger einmal. Kurz nach seinem ersten Todestag sind in dieser Ausstellung Zeichnungen von John Berger zu sehen, die diese Trias immer wieder neu und überraschend variieren. Seine Zeichnungen treten in einen Dialog mit Fotografien von Jitka Hanzlová, mit der John Berger bis zu seinem Lebensende eine enge Freundschaft und ein intensiver künstlerischer Austausch verband. Jitka Hanzlovás Fotografien von Fischen, Blumen und ihrem Freund John Berger sind vielschichtige Reflexionen über Zeit, Zeitlosigkeit und Vergänglichkeit.  

John Berger, 1926 in London geboren, war Schriftsteller, Maler, Kunstkritiker und eine der eindrucksvollsten intellektuellen Gestalten Europas. Seine legendäre Fernsehsendung Ways of Seeing und das daraus entstandene Buch Sehen. Das Bild der Welt in der Bilderwelt wurden zum Augenöffner für eine ganze Generation. Sein erster Roman wurde 1972 mit dem Booker Preis ausgezeichnet. John Berger lebte viele Jahre in einem Bergdorf in der Haute Savoie und starb 2017 in Paris, nur wenige Wochen nach seinem 90. Geburtstag. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen die Romane G. (1972),die Trilogie Von ihrer Hände Arbeit sowie seine Schriften über die Kunst wie Sehen. Das Bild der Welt in der Bilderwelt (1972), Bento's Skizzenbuch (2011) und Der Augenblick der Fotografie (2013).

Jitka Hanzlová kam 1982 nach Deutschland, 1987-1994 studierte  sie visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Fotografie an der Universität in Essen, 1993 erhielt sie den Otto-Steinert-Preis , 1995 das Stipendium der DG BANK Frankfurt, 2003 den Grand Prix Award, Arles, 2007 den Paris Photo Prize for Contemporary Photography. Ihre Arbeiten präsentierte sie in zahlreichen internationalen Einzelausstellungen wie der National Gallery of Scotland (2013), im Kunsthaus Bregenz, Billboards (2008), im Museum Folkwang Essen (2006), im Stedelijk Museum, Amsterdam (2001) und in den Deichtorhallen Hamburg (2000). 
Jitka Hanzlovás Werke sind in renommierten Kunsthäusern sowie Privatsammlungen vertreten, u.a. im Museum of Modern Art New York, Museum Folkwang Essen, San Francisco MOMA, Stedelijk Museum Amsterdam, Fotomuseum Winterthur, Frans Hals Museum, Haarlem, Holland, National Galleries of Scottland, Edinburgh, UK, Seattle Art Museum, USA, u.a.